10 Zahnpflege-Tipps für gesunde Zähne

Ist der Zahnarzt auch noch so gut: Wohl ein jeder Mensch wird froh sein, wenn sich der Gang zum Zahnarzt nur auf die Kontrolltermine beschränkt. Dafür ist aber eine gute Zahnpflege entscheidend. Wer seine Zähne richtig pflegt, kann darauf hoffen, von Zahnkrankheiten wie Karies oder Parodontitis verschont zu bleiben. In unserem Artikel möchten wir Ihnen Tipps an die Hand geben, wie richtige Zahnpflege aussehen sollte.

Wollen Sie lieber vor Ort mit dem Experten sprechen? Oder haben Sie Zahnprobleme, die behandelt werden sollten? Vereinbaren Sie gleich einen Termin in unserer Zahnarztpraxis!

Wie oft sollte man die Zähne putzen?

Der wohl wichtigste Zahnpflege-Tipp für gesunde Zähne steht auch hier an oberster Stelle: regelmäßiges Zähneputzen! Aber wie oft muss man die Zähne reinigen?

Ganz grob gesagt: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Bei großen Zahnzwischenräumen, in denen sich zahlreiche Nahrungsreste festsetzen können, kann es empfehlenswert sein, die Zähne auch nach den Mahlzeiten nochmals zu reinigen. Nahrungsreste zwischen den Zähnen machen keinen guten Eindruck beim Gesprächspartner und können Mundgeruch verursachen. Zudem können Sie im schlimmsten Fall auf Dauer zu Zahnerkrankungen führen, da sich in den Essensresten Bakterien bilden können.

Tipp Nummer 1: Mindestens zweimal am Tag Zähneputzen!

Elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste?

Regelmäßig die Zähne zu reinigen ist wichtig – aber wie ist es am besten? Sollte man die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste oder einer „gewöhnlichen“ Handzahnbürste putzen?

Klassisch ist die Handzahnbürste. Sie sollte einen relativ kleinen Kopf und abgerundete Borsten besitzen, die möglichst in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind. Handzahnbürsten gibt es auch zum Zusammenklappen für die Tasche. Man kann sie also immer mit dabeihaben, wenn man unterwegs ist.

Einfacher funktioniert die Reinigung mit einer elektrischen Zahnbürste. Runde Bürstenköpfe mit Borstenanordnung in unterschiedlicher Höhe passen sich hervorragend jedem einzelnen Zahn an. Die Bürsten müssen nur noch von Zahn zu Zahn angesetzt werden, die Zahnreinigung geschieht dann sehr gründlich. Gute elektrische Zahnbürsten haben eine optische oder noch besser akustische Andruckkontrolle, damit nicht mit zu großem Druck beim Putzen Zahnsubstanz abgetragen wird. Man hat also quasi stets einen elektrischen Zahnputzkontrolleur an seiner Seite.

Tipp Nummer 2: In der Gesamtbeurteilung kann man festhalten, dass sich mit beiden Zahnbürsten-Varianten die Zähne reinigen lassen. Mit einer guten elektrischen Zahnbürste kann man jedoch leichter ein sehr gutes Putzergebnis erzielen.

Elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste für die Zahnpflege?

Welche Zahnpasta ist zu empfehlen?

Es kann keine eindeutige Empfehlung für Zahnpasten ausgesprochen werden. Vieles ist Geschmackssache. Gängigerweise kommen Zahnpasten mit Fluorid zur Anwendung, um den Zahnschmelz immer wieder mit dem Spurenelement zu versorgen und damit widerstandsfähiger gegen Entkalkungen zu machen. Auf der Basis von Zahnentkalkungen kann Karies entstehen.

Für leicht zur Entzündung neigendes Zahnfleisch werden häufig Zahnpasten mit verschiedensten Kräuterauszügen angeboten. Eine gute Idee, aber der Geschmack kann gewöhnungsbedürftig sein.
Für empfindliche Zahnhälse gibt es verschiedene Sensitivzahnpasten. Diese Pasten versuchen, mit unterschiedlichen Zusätzen gegen die Empfindlichkeit zu wirken. Es empfiehlt sich auszutesten, welche Marke für einen selbst am hilfreichsten ist.

Relativ neu auf dem Markt sind sogenannte Repair-Zahnpasten. Sie sind mit Apatit angereichert, das sich in die Schmelzoberfläche der Zähne, die chemisch gesehen auch aus Apatit bestehen, einlagert. Zwar werden nur sehr geringe Mengen von Apatit eingelagert, jedoch ist bei dauerhafter Anwendung ein Erfolg zu verzeichnen. Diese Pasten haben allerdings auch einen höheren Preis.

Tipp Nummer 3: Zahnpasta mit Fluorid stärkt den Zahnschmelz. Auch Apatit-haltige Repair-Zahnpasten können hier unterstützen. Haben Sie empfindliche Zähne, greifen Sie zur Sensitivzahnpasta!

Was ist von Weißmacher-Zahnpasten zu halten?

Bleiben wir beim Thema Zahnpasta. Weißmacher-Zahnpasten gibt es schon lange. Früher waren diesen Pasten oft relativ grobe Schmirgelstoffe beigemengt, die Verfärbungen durch Nikotin, Tee oder Rotwein wegschrubben sollten. Keine gute Idee: denn diese Methode führt zu starkem Abrieb der Zahnsubstanz selbst.

Auf Zahnpastatuben ist ein RDA-Wert (Relative Dentin Abrasions Wert) angegeben – der Wert für die Abrasivität. Abrasivität bezeichnet die Schmirgelwirkung von Zahnpasta. Der RDA-Wert sollte 35 bis 50 nicht überschreiten. Stark abrasive Zahnpasten sollten – wenn überhaupt – nur sporadisch angewendet werden.

Aufhellende (Bleaching-)Zahnpasten

Die Zähne weißer werden lassen sollen auch Bleaching-Zahnpasten. Diese Zahnpasten versprechen, die Zahnfarbe heller zu machen. Freiverkäufliche Mittel dürfen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen allerdings nur eine sehr geringe Konzentration von Bleichmitteln enthalten, so dass von keiner signifikanten Aufhellwirkung auszugehen ist.

Tipp Nummer 4: Achten Sie auf den RDA-Wert Ihrer Zahnpasta. Aufhellende Zahnpasten werden für die Zahnfarbe Ihrer Zähne keinen großen Effekt aufweisen.

Problemzone Zahnzwischenräume

So gut Zahnbürste und Zahnpasta auch sind, die Zahnzwischenräume werden auf diese Weise oft nicht gründlich genug gereinigt. Deshalb gehören Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume mittlerweile zum Grundwerkzeug der Zahnpflege.

Wichtig: Die Zahnzwischenräume werden zuerst gereinigt, erst dann kommt die Zahnbürste zum Einsatz.

Interdentalbürsten sollten im Durchmesser immer so groß wie möglich sein, damit sie fest gegen die Zahnflächen gedrückt werden können, um dort sitzenden Belag zu lösen. Vorteilhafter gegenüber den Bürsten mit einer Metallseele sind Bürsten, die komplett aus Silikon bestehen. Bei diesen Interdentalbürsten kann kein Metall auf der Zahn- oder Kronenoberfläche kratzen.

Ist die Zahnseide aus der Mode gekommen?

Zur Reinigung der Zahnzwischenräume ist die Zahnseide der altbewährte Klassiker. Zahnseide gibt es in den verschiedensten Formen. Gewachste Zahnseide gleitet häufig leichter in den Zahnzwischenraum. Ist die Zahnseide eher bandartig, entfaltet sie eine größere Reinigungswirkung. Sonderformen der Zahnseide eignen sich für die Reinigung unterhalb von Brückengliedern.
Insgesamt ist die Zahnseide gegenüber der Interdentalbürste eher bei sehr eng aneinander stehenden Zähnen vorzuziehen. Jedoch ist für manche Menschen die korrekte Handhabung der Zahnseide kompliziert.

Tipp Nummer 5: Ob mit interdentalbürste oder Zahnseide: Zahnzwischenräume sollten regelmäßig gereinigt werden!

Aufbewahrung der Zahnputzutensilien

Ob Handzahnbürste, Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste oder Interdentalbürstchen – wichtig ist, dass die Zahnputzutensilien hygienisch bleiben.

Wie halten Sie Zahnbürste und Co. hygienisch rein? Unser Tipp Nummer 6:

  1. Nach der Zahnreinigung die Bürste unter fließendem, kaltem Wasser reinigen
  2. Zahnbürste mit einem Handtuch trocknen
  3. Bürste so lagern, dass die Borsten trocknen können. Auf unsauberen und nassen Borsten könnten sich ansonsten Bakterien ansiedeln.

Wie häufig sollte man die Zahnbürste wechseln?

In Puncto Hygiene steht man bezüglich der Zahnbürste irgendwann vor einer weiteren wichtigen Frage: Wie oft muss die Zahnbürste gewechselt werden?

Ein regelmäßiger Wechselturnus ist wichtig. Eine Faustregel besagt, dass man alle drei Monate spätestens die Zahnbürste (oder den Bürstenkopf der elektrischen Variante) erneuern sollte. Mit der Zeit sammeln sich Bakterien in den Borsten an, die sich obendrein durch den häufigen Gebrauch abnutzen.

Tipp Nummer 7: In regelmäßigen Abständen die Zahnbürste austauschen!

Viel kauen für mehr Speichel – die richtigen Lebensmittel unterstützen dabei

Wissen Sie, dass Sie eine körpereigene Reinigungsfunktion für den Mundraum besitzen? Gemeint ist der Speichel. Der hat gleich mehrere Wege, Zähne und Mund zu reinigen.

  • Speichel reinigt den Mund von Speiseresten
  • Speichel unterstützt bei der Remineralisierung
  • Speichel schützt vor säurehaltigen Bakterien
  • Speichel hilft, der Bildung von Karies vorzubeugen

Speichelbildung wird vor allem durch den Kaumechanismus angeregt. Also greifen Sie ruhig einmal zum Kaugummi – natürlich ohne Zuckerzusatz. Oder essen Sie Nahrungsmittel, bei denen man viel kauen muss. Zum Beispiel Äpfel, Brot oder Karotten.

Tipp Nummer 8: Bilden Sie Speichel! Er hilft bei der Zahnpflege.

Auch das Zahnfleisch gehört zur Zahnpflege

Zahnpflege – das Wort beschreibt schon klar, um was es geht: um die Zähne. Aber das stimmt nur bedingt. Denn zum Zahnapparat gehört das Zahnfleisch ebenfalls dazu. Und auch das sollte man bei der Mundpflege im Blick haben.

Unsere Tipps zum Zähneputzen und zur Reinigung der Zahnzwischenräume sind ebenfalls wichtig, wenn es darum geht, das Zahnfleisch zu pflegen. Putzen Sie außerdem nicht zu aggressiv die Zähne. Es besteht die Gefahr, das Zahnfleisch zu verletzen.

Achten Sie zudem auf Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Diese – oder die drastischere Form der Parodontitis – entstehen durch Bakterien und Plaque. Stellen Sie fest, dass Sie unter Zahnfleischentzündung leiden, können anfängliche Beschwerden durch gezielte Hygienemaßnahmen schnell in den Griff bekommen werden. Ebbt die Entzündung nicht ab, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen.

Tipp Nummer 9: Achten Sie darauf, auch Ihr Zahnfleisch zu pflegen!

Zahnpflege beim Zahnarzt – regelmäßige Prophylaxe ist das A und O

Es ist neben dem Zähneputzen der wohl wichtigste Aspekt der gründlichen Zahnpflege: der regelmäßige Gang zum Zahnarzt. Zahnprophylaxe von Kindesbeinen an und ein riesiger Markt an Zahnpflegemitteln und -geräten helfen dem Menschen, die Zähne lebenslang zu erhalten.

Zahnverluste oder Zahnlosigkeit im Alter sind keinesfalls mehr unvermeidliches Schicksal. Gesunde Zähne bedeuten Lebensqualität und soziale Teilhabe. Mit eigenen festen Zähnen kann man unbeschwert sprechen und mit anderen kommunizieren. Gesunde Mundverhältnisse bedeuten auch frischen Atem, mit dem man seinen Mitmenschen näherkommen kann. All das hält man als junger Mensch für normal – erst der Verlust macht deutlich, wie wertvoll eigene Zähne und gesunde Mundverhältnisse waren.

Die Mahnungen zur Zahnpflege ziehen sich durch die Kindheit, die Erklärungen zur Zahnpflege sind Gegenstand im Schulunterricht und in der Werbung. Dann sollten doch eigentlich gar keine Zahnerkrankungen mehr auftreten. Doch trotzdem sind weder Karies noch Parodontitis ausgerottet. Denn nicht immer geht man konsequent mit den Zahnpflegeregeln um.

Schief stehende Zähne, Zahnlücken oder auch komplizierter Zahnersatz erschweren oft die Reinigung zusätzlich. Dass hoher Zuckerkonsum die Zähne schädigt, weiß eigentlich auch jeder, aber trotzdem ist der Zuckerkonsum auf einem sehr hohen Niveau. Viele Genussmittel verfärben die weißen Zähne, was vielleicht nicht gesundheitsgefährdend, aber unschön sein kann.

Die Konsequenz ist, dass professionelle Hilfe zur Aufrechterhaltung der Zahngesundheit erforderlich ist, wenn den eigenen Zähnen ein langes Leben erhalten bleiben soll. Der eine benötigt diese Hilfe selten, andere – besonders wenn Zahnfleischerkrankungen vorliegen – benötigen häufiger die Unterstützung durch Fachleute.

Zahnreinigung beim Zahnarzt

Die Zahnärztin oder der Zahnarzt schätzt zusammen mit dem Patienten ab, wie häufig eine professionelle Zahnreinigung erfolgen soll. In der Regel sollte dies ein- oder zweimal im Jahr oder nach Zahnfleischbehandlungen auch alle 3 Monate geschehen.

Im Rahmen der professionellen Zahnreinigung wird das Gebiss mit feinen Ultraschallansätzen und gegebenenfalls ganz feinem Strahlmittel gereinigt und poliert. Die Prophylaxe-Assistentin reinigt vor allem auch die Zahnbereiche, die dem Patienten selbst nicht zugänglich sind. Ganz wichtig ist es, dass dem Patienten immer wieder Tipps für die effiziente persönliche Zahnpflege gegeben werden. Abschließend können noch je nach Erfordernis Medikamente aufgetragen werden.

Die professionelle Zahnreinigung ist keine ureigene Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen, weil ja (noch) keine Erkrankung vorliegt. Viele Krankenkassen haben aber Bonusprogramme, in denen sie ihren Versicherten Kosten für PZR mit einem gewissen Betrag erstatten. Es besteht eine gewisse Hoffnung, dass zukünftig (wann, ist völlig unklar) zumindest nach Zahnfleischbehandlungen die PZR sozusagen als Nachsorge von den Krankenkassen erstattet werden soll. So weit ist es aber noch nicht. Es lohnt auch der Blick in die eigene Zahnzusatzversicherungspolice, häufig wird hier die PZR abgedeckt.

Mehr zur Professionellen Zahnreinigung und Prophylaxe in Aachen hier!

Tipp Nummer 10: Lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig vom Experten kontrollieren!

Mit der richtigen Zahnpflege seltener zum Zahnarzt – aber wir sind stets für Sie da

Unsere Zahnpflege-Tipps können dabei helfen, dass Ihre Zähne langfristig gesund bleiben und Sie nur zur regelmäßigen Prophylaxe zum Zahnarzt gehen müssen. Sollten Sie dennoch Probleme mit den Zähnen haben, sind wir für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Zahnarztpraxis in Aachen – wir helfen Ihnen gerne weiter.